Meine Kinder, ihr Sparschwein und ich – unsere ersten Schritte in die Welt der Finanzen

Geld war in meiner Kindheit nie ein Problem.

Mein Vater war Beamter, meine Mutter arbeitete halbtags (nicht, weil sie musste, sondern weil sie wollte), und für mich bedeutete das: Ich hatte immer alles, was ich brauchte.

Aber – und das ist der wichtige Punkt – ich bekam nicht alles, was ich wollte. Und genau da beginnt die spannende Sache mit dem Geld.

Denn: Obwohl ich nie Mangel erlebt habe, habe ich zu Hause bestimmte Glaubenssätze über Geld gelernt, die mich lange geprägt haben.

  •  „Du musst studieren, wenn du was Gescheites werden und später viel verdienen willst.“
  •  „Arbeite fleißig, spare ordentlich, dann hast du im Alter was.“
  •  „Geld verdirbt den Charakter.“

Kommt dir das bekannt vor?

Diese Sätze haben mich jahrelang begleitet. Sie haben mich geprägt – aber irgendwann habe ich gemerkt: Das sind nicht die Glaubenssätze, die ich an meine Kinder weitergeben möchte.

✨ Meine Kinder sollen anders über Geld denken

Für mich ist klar: Ich möchte meinen Kindern beibringen, dass Geld nichts Schlechtes ist. Dass es nicht den Charakter verdirbt, sondern Möglichkeiten schafft.

Ich möchte, dass sie verstehen:

  • Geld darf leicht in unser Leben fließen.
  • Sparen ist wichtig, aber genauso wichtig ist es, Geld sinnvoll einzusetzen.
  • Und: Du musst nicht studieren, um erfolgreich zu sein. Es gibt viele Wege, sich ein gutes Leben aufzubauen.

Ideen zum Thema „Finanziellen Bildung für Kinder“ habe ich mir unter anderem im Buch „Ein Hund Namens Money“ geholt.

Es hat mich wirklich inspiriert – weil es Kindern (und ehrlich gesagt auch Erwachsenen) auf eine spielerische Art vermittelt, wie wichtig es ist, bewusst mit Geld umzugehen. Eine Kernaussage des Buches ist: Lerne früh, dein Geld zu managen, dann begleitet dich dieses Wissen ein Leben lang.

Und genau das möchte ich meinen Kindern mitgeben – nicht durch trockene Vorträge, sondern durch kleine, praktische Schritte im Alltag.

Hier kommst du direkt zum Buch: https://www.digistore24.com/redir/327088/FriederikeArndt/ (Werbung).

🐷 Unser Taschengeld-System

Bei uns gibt es deshalb eine klare Regel:

Meine Kinder bekommen jeden Monat 10 Euro Taschengeld.

Aber nicht einfach so zum Verprassen – sondern mit einem kleinen System, das sie ganz spielerisch an den Umgang mit Geld heranführt:

  • 2 € fürs Wohnen → Sie „zahlen“ mir Miete. Klingt streng, ist aber eine wunderbare Übung dafür, dass Wohnen Geld kostet.
  • 1 € fürs Essen → Auch Lebensmittel sind nicht selbstverständlich.
  • 2 € werden gespart → Dieser Teil wandert ins Sparschwein – für größere Wünsche oder einfach, um den Wert des Sparens zu lernen.
  • Der Rest (5 €) gehört ganz ihnen – zum Ausgeben, Träumen oder auch mal zum Fehlentscheidungen machen (ja, auch das gehört dazu).

So lernen sie spielerisch, dass Geld immer in Bewegung ist – und dass man nicht alles gleich ausgeben sollte.

🙌 Mein Fazit

Ich möchte, dass meine Kinder mit positiven Glaubenssätzen über Geld aufwachsen:

Dass Geld ein Werkzeug ist. Dass es Spaß machen darf, Geld zu verdienen und auszugeben. Und dass man damit nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Gutes tun kann.

Das kleine Sparschwein, die Mini-Miete und positive Geld- Glaubenssätze sind für uns der erste Schritt in eine gesunde, entspannte und bewusste Geldbeziehung.

Denn am Ende will ich nicht, dass meine Kinder irgendwann arbeiten, „damit sie überleben“.

Ich will, dass sie verstehen: Geld ist Energie. Geld ist Freiheit. Geld ist das, was du daraus machst und vor allem- Geld darf einfach sein!

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Photo by Miguel Á. Padriñán on Pexels.com

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